"Projektbericht Von fliegenden Forschern, klugen Künstlern und eleganten Elefanten - eine Kunstsafari "
Die Kinder wurden tatsächlich zu Forschern, durchaus auch im Sinne von Recherchieren, wie z.B. gewünschte Motive (meist: Tiere) wirklich aussehen, z.B. über gesammeltes Bildmaterial, die Nutzung von Sachbüchern in der Schulbibliothek, und immer wieder: am Original schauen.
Aus den Elefanten allerdings bzw. dem anfänglichen (ohnehin weit gefassten) Safarigedanken wurde durch die Schwerpunktsetzung der Kinder mehr und mehr die Beschäftigung mit real erlebter heimischer Landschaft+heimischen Tieren. Speziell angefertigte und bunt bemalte 'Künstlerfernrohre' halfen dabei, immer wieder genau hinzusehen, den Blick auf die tatsächliche Wahrnehmung zu konzentrieren.
Auch der Ausgangsgedanke, durch die Beschäftigung mit Erfinder-Künstlern eher in einen Bereich der Erfindung und Objektgestaltung zu gehen, wurde im Laufe des ersten Halbjahres durch das deutliche stärkere Interesse der Teilnehmenden an Malerei und Zeichnung in den Hintergrund gedrängt. Hier spielte sicherlich die Geschlechterzusammensetzung - 7 Mädchen auf einen Jungen - eine wesentliche Rolle.
Skizzieren vor dem Objekt und Experimentieren mit verschiedenen Materialien (Kohle, Rötel, Ei-Öl-Tempera mit Pigmenten selber angemischt, Gouache oder Acryl auf verschiedenen Malgründen von verschiedenen Papieren über Karton und Leinwand zu selbst grundierten Gipskartonplatten) übten im Sehen wie im Improvisieren und dem Umgang mit verschiedenen Methoden der Malerei. Die anfänglichen Skizzen, Zeichnungen und Bilderfindungen wurden so zum Ausgangspunkt größerer Bilder (z.B. Arbeit mit den Zeichnungen vom Bauernhof als Grundlage für Bildkomposition auf Gipskarton).
Die Begegnung mit Werken berühmter Künstler gehörte zur regelmäßigen Beschäftigung, um die eigenen Beobachtungen und Erfahrungen in größerem Kontext zu reflektieren. Angefangen bei da Vinci (schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich bei den meisten Teinlnehmenden ein größeres Interesse an seinen Tier- und Ungeheuer-Zeichnungen als an seinen Maschinen und Erfindungen) über einzelne Kunstbeispiele der Renaissance und Romantik (zu den von den Kindern bevorzugten Themen Landschaft und Blumen) landeten wir bald in der modernen Malerei bei Picasso, Marc, Macke und Miro, um dann aber auch den Umgang mit Farbe, Bildaufbau und Malprozess bei O'Keeffe und Richter zu thematisieren.
Natürlich habe ich auch von Zeit zu Zeit eigene Arbeiten mitgebracht, die als Originale eine ganz andere Möglichkeit bieten, Materialität und Machart zu erfahren und zu diskutieren, und den persönlichen Bezug ermöglichten.
Besonderes Highlight war die Exkursion zur Kunsthalle Bielefeld mit der Emil Nolde-Ausstellung im Frühjahr 2008. Die Begegnung mit dieser intensiven Malerei und Farbigkeit im Original setzte regelrechte Farbstürme in Bewegung und bot auch nochmal wieder ausgezeichnete Ansatzpunkte, den Aspekt der Fantasie und künstlerischen Gestaltungsfreiheit wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Insgesamt standen über das Jahr das Zulassen und Ausformen von Fantasien und Ideen im experimentellen Umgang mit durchaus alltäglichen Materialien wie auch in konkreten Techniken der Malerei und des Bildaufbaus dem immer wieder geübten genauen Hinsehen und motiventsprechenden Zeichnen gegenüber. Auf dieser Grundlage gab das Projekt den Rahmen, in der Wirklichkeit Entdecktes mit Empfundenem und Ausgedachtem zu kombinieren und in eigene Arbeiten umzusetzen. Deutlich zu sehen ist dies in der Entwicklung der Zeichnungen aber auch in der zunehmenden Individualität der Malweisen.
Es war großartig zu erleben, wie die Kinder mit zunehmender Ausdauer und steigendem Selbstvertrauen in die eigene Gestaltungskraft nicht einfach „Bilder produzierten“, sondern an einzelnen Werken wirklich arbeiteten. Regelmäßige Arbeitsbesprechungen führten dazu, dass sie auch mehr und mehr eigenständig ihre noch im Prozess befindlichen Arbeiten untereinander mit (selbst-)kritischem Blick zunehmend konstruktiv diskutierten.
Aus den Elefanten allerdings bzw. dem anfänglichen (ohnehin weit gefassten) Safarigedanken wurde durch die Schwerpunktsetzung der Kinder mehr und mehr die Beschäftigung mit real erlebter heimischer Landschaft+heimischen Tieren. Speziell angefertigte und bunt bemalte 'Künstlerfernrohre' halfen dabei, immer wieder genau hinzusehen, den Blick auf die tatsächliche Wahrnehmung zu konzentrieren.
Auch der Ausgangsgedanke, durch die Beschäftigung mit Erfinder-Künstlern eher in einen Bereich der Erfindung und Objektgestaltung zu gehen, wurde im Laufe des ersten Halbjahres durch das deutliche stärkere Interesse der Teilnehmenden an Malerei und Zeichnung in den Hintergrund gedrängt. Hier spielte sicherlich die Geschlechterzusammensetzung - 7 Mädchen auf einen Jungen - eine wesentliche Rolle.
Skizzieren vor dem Objekt und Experimentieren mit verschiedenen Materialien (Kohle, Rötel, Ei-Öl-Tempera mit Pigmenten selber angemischt, Gouache oder Acryl auf verschiedenen Malgründen von verschiedenen Papieren über Karton und Leinwand zu selbst grundierten Gipskartonplatten) übten im Sehen wie im Improvisieren und dem Umgang mit verschiedenen Methoden der Malerei. Die anfänglichen Skizzen, Zeichnungen und Bilderfindungen wurden so zum Ausgangspunkt größerer Bilder (z.B. Arbeit mit den Zeichnungen vom Bauernhof als Grundlage für Bildkomposition auf Gipskarton).
Die Begegnung mit Werken berühmter Künstler gehörte zur regelmäßigen Beschäftigung, um die eigenen Beobachtungen und Erfahrungen in größerem Kontext zu reflektieren. Angefangen bei da Vinci (schon zu diesem Zeitpunkt zeigte sich bei den meisten Teinlnehmenden ein größeres Interesse an seinen Tier- und Ungeheuer-Zeichnungen als an seinen Maschinen und Erfindungen) über einzelne Kunstbeispiele der Renaissance und Romantik (zu den von den Kindern bevorzugten Themen Landschaft und Blumen) landeten wir bald in der modernen Malerei bei Picasso, Marc, Macke und Miro, um dann aber auch den Umgang mit Farbe, Bildaufbau und Malprozess bei O'Keeffe und Richter zu thematisieren.
Natürlich habe ich auch von Zeit zu Zeit eigene Arbeiten mitgebracht, die als Originale eine ganz andere Möglichkeit bieten, Materialität und Machart zu erfahren und zu diskutieren, und den persönlichen Bezug ermöglichten.
Besonderes Highlight war die Exkursion zur Kunsthalle Bielefeld mit der Emil Nolde-Ausstellung im Frühjahr 2008. Die Begegnung mit dieser intensiven Malerei und Farbigkeit im Original setzte regelrechte Farbstürme in Bewegung und bot auch nochmal wieder ausgezeichnete Ansatzpunkte, den Aspekt der Fantasie und künstlerischen Gestaltungsfreiheit wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken.
Insgesamt standen über das Jahr das Zulassen und Ausformen von Fantasien und Ideen im experimentellen Umgang mit durchaus alltäglichen Materialien wie auch in konkreten Techniken der Malerei und des Bildaufbaus dem immer wieder geübten genauen Hinsehen und motiventsprechenden Zeichnen gegenüber. Auf dieser Grundlage gab das Projekt den Rahmen, in der Wirklichkeit Entdecktes mit Empfundenem und Ausgedachtem zu kombinieren und in eigene Arbeiten umzusetzen. Deutlich zu sehen ist dies in der Entwicklung der Zeichnungen aber auch in der zunehmenden Individualität der Malweisen.
Es war großartig zu erleben, wie die Kinder mit zunehmender Ausdauer und steigendem Selbstvertrauen in die eigene Gestaltungskraft nicht einfach „Bilder produzierten“, sondern an einzelnen Werken wirklich arbeiteten. Regelmäßige Arbeitsbesprechungen führten dazu, dass sie auch mehr und mehr eigenständig ihre noch im Prozess befindlichen Arbeiten untereinander mit (selbst-)kritischem Blick zunehmend konstruktiv diskutierten.
Künstler/in:
Partner/Projektträger:
Schule
Zielgruppe:
1./2. Schuljahr, 3./4. Schuljahr
für Gruppen mit besonderem Förderbedarf
für Gruppen mit besonderem Förderbedarf
Einrichtungen, an denen das Projekt durchgeführt wurde