Herne, Mülheim und Oberhausen sind bereits ausgezeichnet worden und erhalten jetzt Preisgelder von je 15.000 Euro
Die Stadt Herne ist im Jahr 2009 erstmals für ihr kommunales Gesamtkonzept ausgezeichnet worden. Sie ist im Landesprogramm Kultur und Schule aktiv, macht mit bei "Jedem Kind ein Instrument", unterstützt das Projekt "Kulturstrolche", fördert Schulpartnerschaften und die Entwicklung von Formaten des kulturellen Angebotes für junge Nutzer. Kulturelle Bildung wird in Herne in allen Politikfeldern mitgedacht - in der Bildungsplanung wie in der Stadtentwicklung. Im Projekt "KOMM’IN NRW" setzt Herne sich dafür ein, die Integrationskraft von Kunst und Kultur im Miteinander von Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln besser zu nutzen.
Mülheim wird bereits zum dritten Mal ausgezeichnet. Schon im Jahr 2007 war deutlich, dass Mülheim über gute Angebote in allen Kunstsparten, in der außerschulischen Bildung, der Jugendarbeit und der schulbezogenen Kulturarbeit verfügt. In allen Kunst- und Kulturfeldern wurden die Angebote für junge Menschen erweitert, aufeinander bezogen und weiter qualifiziert. Als "Stadt des innovativen Theaters" legt Mülheim einen besonderen Fokus auf den Bereich Theater: Schultheatertage, Schreibwerkstätten für szenisches Schreiben, Sprachcamps und der Mülheimer KinderStückePreis stehen dafür.
Die Stadt Oberhausen hatte die Jury bereits 2008 durch die enge Verknüpfung von Kultur- und Bildungsangeboten mit der Kinder- und Jugendförderung überzeugt. Das Netzwerk für Kulturelle Bildung versteht sich ausdrücklich als Teil einer Zukunftsstrategie für die Stadt und ihre Bürger. Bildungsbenachteiligung soll weiter abgebaut, kreative Entfaltung ‚für alle’ selbstverständlich werden. Einen klaren Schwerpunkt setzt Oberhausen bei der interkulturellen Arbeit. Hier geht es darum, gute Bedingungen für das Zusammenleben von Kindern und Jugendlichen zu schaffen. Dies gelingt durch die Zusammenarbeit zwischen Kultureinrichtungen wie den Kurzfilmtagen Oberhausen, dem Theater, der Ludwig Galerie Schloss Oberhausen mit dem Migrationsrat, dem Netzwerk interkulturelles Lernen und vielen anderen Partnern. Mittlerweile haben 52 von 69 Oberhausener Schulen Kulturbeauftragte, die Angebote aus dem Kulturbereich vermitteln. Zwischen Schulen und Kultureinrichtungen werden Vereinbarungen geschlossen, die auf mehrere Jahre angelegt sind und kulturelle Bildung zum Schwerpunkt des Schulprofils machen.